“Die Kir­che sieht in der Bestat­tung der Ver­stor­be­nen ein Werk der leib­li­chen Barmherzigkeit…Die Beer­di­gung der heim­ge­ru­fe­nen Gläu­bi­gen auf dem Fried­hof oder an einem ande­ren hei­li­gen Ort [beför­dert] das Andenken und das Gebet für die Ver­stor­be­nen durch die Ange­hö­ri­gen und die gan­ze christ­li­che Gemeinschaft…Durch die Beer­di­gung des Leich­nams auf Fried­hö­fen, in Kir­chen oder in der Nähe der Kir­chen hat die christ­li­che Tra­di­ti­on die Gemein­schaft zwi­schen den Leben­den und den Toten bewahrt und sich der Ten­denz ent­ge­gen­ge­stellt, das Ster­ben und des­sen Bedeu­tung für die Chris­ten zu ver­schlei­ern oder zu privatisieren…Wenn aus legi­ti­men Grün­den die Wahl der Feu­er­be­stat­tung getrof­fen wird, ist die Asche des Ver­stor­be­nen in der Regel an einem hei­li­gen Ort auf­zu­be­wah­ren, also auf einem Fried­hof oder, wenn es ange­bracht ist, in einer Kir­che oder an einem für die­sen Zweck von der zustän­di­gen kirch­li­chen Auto­ri­tät bestimm­ten Ort…”, das schrieb der Vati­kan in sei­ner Instruk­ti­on Ad res­ur­gen­dum cum Chris­to über die Beer­di­gung der Ver­stor­be­nen im Jahr 2016.

Die Umwand­lung der ehe­ma­li­gen Pfarr­kir­che Hei­lig Kreuz in Sie­gen-Wei­denau in eine Kolum­ba­ri­ums­kir­che ist eines der “Leucht­turm­pro­jek­te” des Erz­bis­tums Paderborn.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Gemein­de- und Fried­hofs­kir­che bie­tet Raum, die im christ­li­chen Cre­do bekann­te Ver­bin­dung der Leben­den und der Toten deut­lich zu machen. Das wur­de auch deut­lich in dem Bei­trag, den der WDR am 14. Juli in der Lokal­zeit Süd­west­fa­len ausstrahlte.