Aktuelles aus dem pastoralen Raum
Kinder-und Familienkonzert am Samstag, 25. April um 15 Uhr in St. Marien, Geisweid
Unter dem Motto „Die Zauberharfe — Märchen, Mythen und Melodien eines Instrumentes“ führt am Samstag, 25. April um 15 Uhr in St. Marien, Geisweid der Harfenist Tom Daun in die Zauberwelt seines Instruments ein. Seit alten Zeiten berührt der Klang der Harfe die…
24-Stunden-Gebet in St. Marien, Freudenberg
Die katholische Pfarrei Heilige Familie lädt zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen zu Gebetsstunden in Freudenberg ein. „In der Liebe verwurzelt“ – so lautet das Thema zum 63. Weltgebetstag um geistliche Berufung, der am Sonntag, 26. April 2026 weltweit begangen…
Kinderwallfahrt am 31.05.2026
Die 16. Kinderwallfahrt des Erzbistums Paderborn findet am 31. Mai 2026 unter dem Motto „Frieden, bitte!“ auf dem Schützenplatz in Paderborn statt. Wieder bereiten wir viele spannende und abwechslungsreiche Angebote vor und freuen uns auf ein fröhliches Glaubensfest…
Weitere Neuigkeiten
Geistlicher Impuls
- Geistlicher Impuls | April 2026
Leben besiegt den Tod– diese Botschaft brauche ich in diesen Tagen besonders. Kriege in der Welt rücken uns den Tod bedrückend nahe. Bilder von Zerstörung, Leid und Flucht lassen uns nicht los. In unserer Gesellschaft ist es unruhig und oft lieblos geworden. Wir haben verlernt, einander produktiv zuzuhören, aufeinander zuzugehen.
In diesen Wochen musste ich an ein Gedicht von Schalom Ben-Chorin denken. 1942, mitten im Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Vernichtung seines Volkes, schrieb er vom Leben – dem Tod zum Trotz. Sein Gedicht „Das Zeichen“ spricht vom blühenden Mandelzweig:
„Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt? […]
Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.“Mitten im Grauen hält er Ausschau nach einem Zeichen. Der Mandelzweig wird für ihn zum Fingerzeig: Das Leben vergeht nicht. So viele Schreie auch zu hören sind – das Leben bleibt.
Der Mandelzweig ist auch ein biblisches Bild. Im Buch des Propheten Jeremia fragt Gott: „Was siehst du?“ – „Einen Mandelzweig“, antwortet Jeremia. Und Gott spricht: „Ich wache über mein Wort und führe es aus.“ (Jer 1,11f.)
Der früh blühende Mandelzweig wird so zum Hoffnungszeichen: Gott steht zu seinem Wort, und dieses Wort verheißt uns Leben.
Wo blüht der Mandelzweig in diesen Tagen?
Ich sehe ihn in den vielen Zeichen der Nächstenliebe: in Menschen, die sich hier im pastoralen Raum diakonisch engagieren, die zuhören, trösten und ermutigen, die andere nicht im Stich lassen und die Welt der Menschen für kleine und große Momente ins Licht drehen. Ich sehe ihn überall dort, wo Menschen nicht wegschauen, sondern handeln.
Dieses Engagement ist oft sehr leise. Es weht „leicht im Winde“. Aber es ist ein starkes Zeichen. Es widerspricht dem Tod. Es setzt allem Negativen die Liebe entgegen.
Ostern erzählt genau davon: Das Leben siegt. Nicht laut und triumphierend, sondern oft unscheinbar – wie ein blühender Zweig.
Trotz aller Zukunftssorgen möchte ich daran festhalten:
Der Tod hat nicht das letzte Wort.
Die Liebe gewinnt. Das Leben siegt.Ich wünsche Ihnen und Euch ein gesegnetes Osterfest und viel Freude beim Entdecken vieler blühender Mandelzweige!
Hannes Klein

