„Geh aus, mein Herz, und suche Freud.“
Diese Liedzeile fällt mir ein, wenn ich an den beginnenden Sommer, den Urlaub, die Ferien denke. Der weitausholende Liedtext, der in Paul Gerhardts originaler Fassung 15 Strophen umfasst und zunächst 1653 als Gedicht verfasst wurde, ist kunstvoll gegliedert.
Die erste Strophe beginnt mit der Anrede an ein Gegenüber, hier als „mein Herz“ bezeichnet, was zu jener Zeit die Anrede an einen geliebten Menschen war und fordert auf, hinauszugehen zur Betrachtung der sommerlichen Natur und zur Bewunderung ihrer Schönheit. Vielleicht haben Sie, habt ihr in den kommenden Wochen die Möglichkeit die Schönheit der Natur zu genießen.
„Geh aus mein Herz“ hat für mich persönlich eine besondere Bedeutung, wenn ich mich nach einundzwanzig schönen Jahren im Siegerland von Euch und ihnen verabschiede. Viele frohe Momente und Erinnerungen werde ich mit ins Sauerland nehmen und in meinem Herzen bewahren.
Erinnerungen an unser großes Seelsorgeteam.
Erinnerungen an alle Mitarbeitenden im Zentralbüro.
Erinnerungen an unsere Lektoren/innen, Kommunionhelfer/innen und Wortgottesdienstleiter/innen.
Erinnerungen an die gute Zusammenarbeit mit allen Küstern und Küsterinnen, den Organisten und Organistinnen.
Erinnerungen an unsere tollen Messdiener und Messdienerinnen.
Erinnerungen an die vielen Taufen, Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen, die wichtigen Beichtgespräche sowie an Beisetzungen.
Erinnerungen an die vielen Gottesdienste, die wir gefeiert haben.
Erinnerungen an die vielen Menschen, denen ich begegnen durfte.
Ich habe mich in all den Jahren sehr wohlgefühlt in unserem Dekanat, den Gemeinden, den Pastoralverbünden und schließlich im Pastoralen Raum Siegen-Freudenberg.
Nun sage ich Tschüss und Adieu, Gott befohlen und auf ein Wiedersehen.
Euer/Ihr
Pfarrer Ludwig Reffelmann

