Im Juni startet die Fußballweltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA und wird wieder Millionen von Fußballfans vor den Bildschirm locken. Und dann wird rund fünf Wochen lang der Ball über diverse Rasen gekickt und jede Mannschaft versucht zu gewinnen. Am Ende steht dann der Weltmeister fest, also die Mannschaft, die das beste Ergebnis erzielt und die meisten Tore geschossen hat. Auf dem Platz geht es dann auch oft um „Fair Play“!
„Fair Play“ bezeichnet im Sport eine respektvolle Haltung, die über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht und die psychische sowie physische Unversehrtheit des Gegners schützt. Es beinhaltet Ehrlichkeit, Anstand und das Anerkennen der Leistung des anderen, oft verkörpert durch Gesten wie den Ball bei Verletzungen ins Aus zu spielen.
„Fair Play“ würde ich mir auch gerne vermehrt in unserem Alltag wünschen. Ein Anfang ist gemacht, wenn wir dieses Motto selbst in unserem Leben anwenden würden. Dass wir respektvoll miteinander umgehen, nicht nur auf die Pflicht schauen, sondern auch mal eine schöne Kür im Leben zeigen. Dass wir die Ehrlichkeit, den Anstand und die Leistung von anderen Mitmenschen anerkennen und nicht neidisch beäugen. Und dass wir nicht so oft die eigene Person in den Mittelpunkt stellen, sondern auch anderen ab und zu den Vortritt lassen.
Wir haben dazu nicht nur fünf Wochen, sondern unser ganzes Leben lang Zeit. Und den Preis für „Fair Play“ bekommen wir nicht erst am Ende unseres Lebens. Immer dann, wenn wir jemand anderem mit Respekt und Achtung begegnen, werden wir spüren, dass es in uns ein gutes Gefühl auslöst und wir uns sozusagen selber belohnen. Und Gott wird es auch ganz sicher in unserem bei ihm vorliegenden himmlischen Spielbericht vermerken… „Fair Play!“
Herzlichst Ihr und Euer
Pastor Markus Püttmann

