In der stim­mungs­vol­len Atmo­sphä­re der St. Marien-Kir­che Geis­weid erleb­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher am 7. Sonn­tag der Oster­zeit ein Kon­zert, das im Zei­chen der Musik von Udo Jür­gens stand.

Das Vater-Sohn-Duo Ste­fan und Nils Hei­nen steht pro­fes­sio­nell mit Ton‑, Auf­nah­me-und Über­tra­gungs­tech­nik nor­ma­ler­wei­se hin­ter der Büh­ne. Es prä­sen­tier­te sich nun erst­ma­lig mit zwei E‑Pianos und Gesang als ein­ge­spiel­tes Team und nahm das Publi­kum mit auf eine musi­ka­lisch emo­tio­na­le Rei­se, in dem auch eige­ne instru­men­ta­le Stü­cke vor­ge­stellt wur­den. Unter­stützt wur­den die bei­den von Domi­nik Engel, des­sen Vio­li­ne den Songs far­ben­rei­che Akzen­te verlieh.

Ste­fan und Nils Hei­nen teil­ten sich die Gesangs­pas­sa­gen, wobei jeder sei­ne ganz eige­ne Art ein­brach­te, Span­nung und Auf­merk­sam­keit auf­zu­bau­en. Die unter­schied­li­chen Klang­far­ben ihrer Stim­men ergänz­ten sich wun­der­bar und mach­ten die Inter­pre­ta­tio­nen atmo­sphä­risch dicht und authentisch.

Die Tex­te der zum Teil wenig bekann­ten Titel von Udo Jür­gens pass­ten in den Kir­chen­raum, da sie von Suche nach Sinn­haf­tig­keit, den wah­ren Wer­ten im Leben und Hoff­nung auf eine bes­se­re Welt han­del­ten. Die Songs „Zwi­schen Böse und Gut“, Alles was ich bin“ undIhr von Mor­gen“ sorg­ten auf­grund der inten­si­ven Dar­bie­tun­gen für spür­ba­re Span­nung im Kir­chen­raum und berei­te­ten Gän­se­haut­mo­men­te. Im Duett von Ste­fan und Nils Hei­nen ent­fal­te­ten die Lie­der „Das ist dein Tag“ und „Nur ein Lächeln“ ihre vol­le Kraft und berühr­ten die Zuhö­rer auf beson­de­re Wei­se. In „Lie­be ohne Lei­den“ gelang es Nils Hei­nen, das Publi­kum aktiv ein­zu­bin­den und den Refrain von allen Besu­che­rin­nen und Besu­chern mit­sin­gen zu las­sen. Noch wei­te­re Songs wur­den von dem Duo mit musi­ka­li­scher Sen­si­bi­li­tät, star­ker Büh­nen­prä­senz und viel Herz­blut interpretiert.

Spür­bar war auch die per­sön­li­che Ver­bin­dung von Ste­fan Hei­nen zur Musik von Udo Jür­gens. Über ein Jahr­zehnt hin­weg beglei­te­te er den Künst­ler und zeich­ne­te mit sei­nem Team des­sen Live-Kon­zer­te pro­fes­sio­nell auf – von 2004 bis zu Udo Jür­gens’ letz­tem Kon­zert im Züri­cher Hal­len­sta­di­on. Das dor­ti­ge vor­läu­fi­ge Abschluss­kon­zert der Tour, nur weni­ge Tage vor dem plötz­li­chen Tod des Künst­lers, war ein Moment von beson­de­rer Inten­si­tät, den Ste­fan Hei­nen bis heu­te in sich trägt. 

Der Abend in St. Marien war eine Hom­mage an die Musik, an die Geschich­ten, an das Lebens­werk eines gro­ßen Künst­lers und an die beson­de­re Bezie­hung, die Ste­fan und Nils Hei­nen zu die­sen Lie­dern haben und wird bei den zahl­rei­chen begeis­ter­ten Besucher/innen, die sich noch 3 Zuga­ben erklatsch­ten, sicher­lich noch lan­ge nachklingen.