Eine ein­drucks­vol­le musi­ka­li­sche Mati­née erleb­ten die Besu­cher am Vor­mit­tag des 3. Fas­ten­sonn­tags in der Kir­che St. Joseph. Die im Sie­ger­land auch als Chor­lei­te­rin bekann­te Altis­tin Chris­ti­na Schmitt und Deka­nats­kir­chen­mu­si­ke­rin Hel­ga Maria Lan­ge gestal­te­ten ein Pro­gramm, das ganz im Zei­chen des Gebe­tes stand: den Zyklus „Vater unser“ in neun Lie­dern op. 2 von Peter Cornelius.

Der sel­ten auf­ge­führ­te roman­ti­sche Lie­der­zy­klus ver­tont die ein­zel­nen Bit­ten des Vater­un­sers in ein­dring­li­cher musi­ka­li­scher Spra­che. In der Kom­bi­na­ti­on aus Alt­stim­me und Orgel ent­fal­te­te das Werk eine beson­de­re Atmo­sphä­re der Samm­lung und Innerlichkeit.

Mit war­mem Tim­bre und fei­ner Gestal­tungs­kraft führ­te Chris­ti­na Schmitt durch die unter­schied­li­chen Stim­mun­gen der neun Lie­der – von inni­ger Bit­te bis zu nach­denk­li­cher Ein­dring­lich­keit. Dank des Text­blat­tes konn­ten die zahl­rei­chen Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer auch in der hal­li­gen Akus­tik der Kir­che die Gedich­te von Peter Cor­ne­li­us gut ver­fol­gen. Hel­ga Maria Lan­ge erwies sich dabei als ein­fühl­sa­me Part­ne­rin an der Orgel. Mit sen­si­bler Regis­trie­rung und klang­li­cher Balan­ce unter­stütz­te sie die Sing­stim­me und setz­te zugleich eige­ne musi­ka­li­sche Akzen­te. 

So ent­stand eine dich­te, spi­ri­tu­ell gepräg­te Stun­de der Kir­chen­mu­sik, die das Publi­kum hör­bar berühr­te und am Ende mit lang anhal­ten­dem Applaus gewür­digt wurde.

Dr. Wolf­gang Hein