Wei­de im Bischofswappen

Vor 50 Jah­ren, am 10. Okto­ber 1975, emp­fing Bischof Dr. Josef Cle­mens in Rom das Sakra­ment der Pries­ter­wei­he. Der 1947 in Sie­gen-Wei­den­au gebo­re­ne ehe­ma­li­ge Kuri­en­bi­schof, der heu­te wie­der in Sie­gen lebt, begeht damit in die­sem Jahr sein Gol­de­nes Priesterjubiläum.

1980 wur­de Bischof Dr. Cle­mens, der zuvor in Rom Theo­lo­gie stu­dier­te, von Papst Johan­nes Paul II. in den Vati­kan beru­fen. Dort war er zwei Jahr­zehn­te Pri­vat­se­kre­tär von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger, dem spä­te­ren Papst Bene­dikt XVI. Seit Sep­tem­ber 2024 lebt er wie­der in sei­ner Hei­mat­diö­ze­se Pader­born, im ehe­ma­li­gen Pfarr­haus der St. Marien-Gemein­de in Sie­gen-Geis­weid. Sein Bischofs­wap­pen zeigt u.a. eine Wei­de, Anspie­lung auf die Wei­de im Wei­de­nau­er Stadt­wap­pen. Wei­den­au ist heu­te ein Stadt­teil Siegens.

Bischof Cle­mens fei­ert zum Dank für sein Jubi­lä­um zwei Fest­got­tes­diens­te in Sie­gen: zur Erin­ne­rung an die Pries­ter­wei­he ist am Sonn­tag, dem 12. Okto­ber, um 11.15 Uhr eine Hl. Mes­se in der St. Marien-Kir­che in Geis­weid. Auf den Tag 50 Jah­re nach sei­ner Pri­miz­mes­se – die ers­te Mes­se eines Neu­pries­ters — in sei­ner Hei­mat­kir­che St. Joseph Wei­den­au fei­ert er dort am Sonn­tag, dem 9. Novem­ber, um 9.45 Uhr eine Hl. Mes­se. Die­se Mes­se, zugleich Kirch­weih der St. Joseph-Kir­che, wird vom Kam­mer­chor Wei­den­au unter der Lei­tung von Deka­nats­kir­chen­mu­si­ke­rin Hel­ga Maria Lan­ge musi­ka­lisch mitgestaltet.

FOTOS: Deka­nat Sie­gen, Häu­te­bach­weg 5, 57072 Sie­gen:
Bischofs­kreuz und ‑ring mit der Wei­de im Wap­pen
Kuri­en­bi­schof em. Dr. Joseph Clemens

Vita Bischof Dr. Josef Clemens

1947 in Sie­gen-Wei­den­au gebo­ren, mach­te Josef Cle­mens 1969 sein Abitur am Col­le­gi­um Maria­num in Neuss. Er stu­dier­te Katho­li­sche Theo­lo­gie am Col­le­gi­um Ger­ma­ni­cum in Rom. Am 10. Okto­ber 1975 emp­fing er in Rom die Wei­he zum Pries­ter für das Erz­bis­tum Pader­born. Zunächst war er Vikar in der Gemein­de St. Johan­nes Bap­tist in Bie­le­feld-Schil­de­sche, dann in der Pfar­rei St. Joseph in Dortmund.

1980 wech­sel­te Josef Cle­mens in den Vati­kan. Als Pri­vat­se­kre­tär von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger war er von 1984 bis 2003 tätig, Papst Johan­nes Paul II. berief ihn dann zum Unter­se­kre­tär der Kon­gre­ga­ti­on für die Insti­tu­te des Geweih­ten Lebens und für die Gesell­schaf­ten des Apos­to­li­schen Lebens. 2003 wur­de er zum Titu­lar­bi­schof von Seger­mes ernannt. Die Bischofs­wei­he emp­fing Dr. Josef Cle­mens am 6. Janu­ar 2004 von Joseph Kar­di­nal Ratz­in­ger im Peters­dom in Rom. Wie schon bei sei­ner Pries­ter­wei­he vor 50 Jah­ren, war auch zur Bischofs­wei­he eine statt­li­che Dele­ga­ti­on aus Sie­gen in Rom dabei.

Bischof Dr. Josef Cle­mens war dann – bis 2016 – tätig als Sekre­tär des Päpst­li­chen Rates für die Lai­en: Er war dort unter ande­ren für die Durch­füh­rung der Welt­ju­gend­ta­ge verantwortlich.

In der Zeit von Novem­ber 2020 bis August 2023 sand­te Papst Fran­zis­kus Bischof Dr. Josef Cle­mens als Apos­to­li­schen Dele­ga­ten in das Stift Klos­ter­neu­burg in Öster­reich. Seit Sep­tem­ber 2024 lebt er wie­der in sei­ner Hei­mat­diö­ze­se Pader­born, im ehe­ma­li­gen Pfarr­haus der St. Marien-Gemein­de in Geisweid-Wenscht.