Ein sehr abwechs­lungs­rei­ches, bun­tes Pro­gramm boten am Sonn­tag­abend, 21. Sep­tem­ber, der bekann­te, frei­schaf­fen­de Orga­nist Hans-André Stamm aus Lever­ku­sen und der preis­ge­krön­te Saxo­pho­nist Mar­tin Hil­ner aus Kre­feld den Besucher/innen in der St. Joseph-Kir­che. Es erklan­gen fröh­li­che, leb­haf­te Stü­cke aus der Feder des Orga­nis­ten, der sich in sei­nen Kom­po­si­tio­nen von der irisch, kel­ti­schen Folk­lo­re­mu­sik inspi­rie­ren lässt.

Mar­tin Hil­ner inter­pre­tier­te mit sono­rer, war­mer Ton­ge­bung den „Song for an angel“ und „The green hill“ von Bert Apper­mont (*1973), wäh­rend er bei dem Spiel der Kom­po­si­tio­nen von Hans-André Stamm sei­ne Vir­tuo­si­tät und sei­ne Ton­fle­xi­bi­li­tät sowohl auf dem Sopran- als auch auf dem Alt­sa­xo­phon unter Beweis stellte.

Hans-André Stamm über­zeug­te nicht nur als zuver­läs­si­ger Beglei­ter auf der Orgel und am Flü­gel, son­dern beein­druck­te auch in den anspruchs­vol­len Orgels­o­lo­stü­cken von A. Guil­mant (1837–1911) und sei­nen eige­nen rhyth­misch raf­fi­nier­ten Wer­ken, die höchs­te Prä­zi­si­on erfor­dern, so z.B. sei­ne „Irish Fan­ta­sy“ oder die „Toc­ca­ta on High­land Cathe­dral“. Spa­ni­sches Tem­pe­ra­ment und Flair konn­te man in „Dan­se espa­gno­le” aus „La vida bre­ve“ von Manu­el de Falla (1876–1946) und “Casa­blan­ca” von Pedro Ittu­ral­de (1929–2020) her­aus­hö­ren. 

Auch bekann­te Ohr­wür­mer aus der Film­mu­sik wur­den von den bei­den Musi­kern im gut auf­ein­an­der abge­stimm­ten Zusam­men­spiel auf­ge­führt. So erklang die Melo­die aus „Cine­ma Paradi­so” von Ennio Mor­rico­ne (1928–2020) und ein Med­ley über The­men aus “Fluch der Kari­bik”. Als Zuga­be konn­ten die Zuhörer/innen noch das unver­kenn­bar „Lachen­de Saxo­phon“ (Lud­wig Kletsch, 1908–1961) mit Beglei­tung auf dem Flü­gel erle­ben: gro­ßer Applaus nach die­sem hei­te­ren, bun­ten Konzertabend!

Text  und Fotos: Hel­ga MariaLange