Die Marien-Kir­che in Sie­gens Ober­stadt, heu­te ältes­te katho­li­sche Kir­che des Sie­ger­lan­des, wur­de nach ihrer Fer­tig­stel­lung im Jahr 1725 am 15. August, Fest Mariä Him­mel­fahrt, zum ers­ten Mal für einen Got­tes­dienst genutzt.

Die Chro­nik spricht von einer Pro­zes­si­on, die vom Unte­ren Schloss – hier stand das ehe­ma­li­ge Fran­zis­ka­ner­klos­ter mit der Johan­nes­kir­che – zum Neu­bau in der Löhr­stra­ße führ­te. Meh­re­re tau­send Gläu­bi­ge sol­len anwe­send gewe­sen sein, um das Ereig­nis zu fei­ern. Der Neu­bau einer Kir­che für die Katho­li­ken – die Niko­lai­kir­che und die Mar­ti­ni­kir­che waren in der Refor­ma­ti­on evan­ge­lisch gewor­den – wur­de nötig, da die Johan­nes­kir­che des Fran­zis­ka­ner­klos­ters dem gro­ßen Sie­ge­ner Stadt­brand 1695 zum Opfer fiel.

Ein Bau­platz wur­de den Katho­li­ken in der Löhr­st­a­ße zuge­si­chert, die Grund­stein­le­gung war im Jahr 1702. Aus ver­schie­de­nen Grün­den betrug die Bau­zeit 23 Jah­re. Am 15. August 1725 war dann der ers­te Got­tes­dienst, die Kirch­wei­he 4 Jah­re spä­ter am 16. Okto­ber 1729.

Wir laden zur Mit­fei­er der Fest­mes­se in St. Marien ein am Sonn­tag, 17. August, um 10.00 Uhr, anschlie­ßend Patro­nats­fest auf dem Wilhelm-Ochse-Platz.

Am Frei­tag, 15. August, fei­ern wir um 18.00 Uhr eine eucha­ris­ti­sche Dank­an­dacht, bei der es Ein­bli­cke in die his­to­ri­schen Hin­ter­grün­de der dama­li­gen Zeit gibt.