Fes­seln­de Klän­ge erfüll­ten jetzt die St.-Marien-Kirche in der Sie­ge­ner Ober­stadt. Nicht ohne Grund: Der You­Tube-Star, Kom­po­nist und Kon­zert­or­ga­nist Paul Fey kon­zer­tier­te an der Sau­er-Orgel der Mari­en­kir­che. Der jun­ge Kir­chen­mu­si­ker stu­dier­te in Hal­le (Saa­le) und ist heu­te als Voll­zeit­mu­si­ker, Kom­po­nist und You­Tuber tätig.

Bereits am Vor­mit­tag nahm er die Orgeln der Kolum­ba­ri­ums-Kir­che sowie der Klos­ter­kir­che Ere­mi­ta­ge für sei­nen You­Tube-Kanal auf, der mitt­ler­wei­le knapp 80 000 Abon­nen­ten zählt. Am Nach­mit­tag und wäh­rend des Kon­zerts wur­den auch Auf­nah­men von der Sau­er-Orgel erstellt. Herr Fey zeig­te sich deut­lich beein­druckt von der klang­li­chen Kraft, aber auch von der Zärt­lich­keit der Orgel.

Nach einer kur­zen Begrü­ßung durch Dia­kon Mat­thi­as Weiß­ner eröff­ne­te der Gas­t­or­ga­nist das Kon­zert mit einem fest­li­chen Prä­lu­di­um aus eige­ner Feder. Anschlie­ßend stell­te sich Paul Fey dem Publi­kum per­sön­lich vor und führ­te von der Orgel­em­po­re in das Pro­gramm und die fol­gen­den Stü­cke ein.

Mit dem Ein­satz des Glo­cken­spiels in der „Cathe­dral Suite“ von Gor­don Young über­rasch­te der Orga­nist die Zuhö­rer, wodurch vie­le lächeln­de Gesich­ter zur Orgel blick­ten. Für einen Orga­nis­ten aus Leip­zig durf­te natür­lich Johann Sebas­ti­an Bach nicht feh­len: Das belieb­te Werk „Jesu blei­bet mei­ne Freu­de“ prä­sen­tier­te Herr Fey. Mit sei­ner selbst kom­po­nier­ten „Orgel­so­na­te I“ stell­te der You­Tuber ein­drucks­voll die klang­ge­wal­ti­ge „Trom­pet­te en Cha­ma­de“ vor, wel­che ein hori­zon­tal ein­ge­bau­tes Regis­ter ist, das kraft­voll in den Kir­chen­raum hineinragt.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt für das zahl­reich erschie­ne­ne Publi­kum war die Fan­ta­sie über „Was Gott tut, das ist wohl­ge­tan“. Nach einem lei­sen Beginn schal­te­te Fey nach und nach immer mehr Regis­ter hin­zu, bis der gesam­te Raum von majes­tä­ti­schem Klang erfüllt war. Mit dem letz­ten volu­mi­nö­sen Akkord ende­te das Werk gefolgt von begeis­ter­tem Applaus. Als Zuga­be spiel­te Paul Fey das „Fes­ti­ve Post­lude in C‑Dur“, das das Kon­zert fest­lich, aber nicht über­la­den aus­klin­gen ließ. Der Ein­satz des Zim­bel­sterns sorg­te für einen beson­de­ren Abschluss, wel­cher einen noch kräf­ti­ge­ren Applaus hervorbrachte.

Im Anschluss an das Kon­zert bestand die Mög­lich­keit, die Empo­re zu besu­chen und Paul Fey per­sön­lich zu begeg­nen. Vie­le Gäs­te nutz­ten die­se Gele­gen­heit und erhiel­ten eine kur­ze Besich­ti­gung der Sauer-Orgel.

Das Kon­zert hin­ter­ließ einen posi­ti­ven Ein­druck bei den Besu­che­rin­nen und Besu­chern. Durch sei­ne freund­li­che und auf­ge­schlos­se­ne Art, durch sei­ne ein­präg­sa­me Dar­bie­tung mit fei­er­li­chen aber auch besinn­li­chen Wer­ken und nicht zuletzt durch die Ein­füh­run­gen von der Empo­re in die nächs­ten Stü­cke, bleibt die­ses beson­de­re und leb­haf­te Kon­zert sicher­lich noch lan­ge in den Erin­ne­run­gen der vie­len jun­gen, aber auch älte­ren Besu­cher die­ses Kon­zerts, was sich durch die Rück­mel­dun­gen der Besu­che­rin­nen und Besu­cher fest­stel­len lässt.

FOTOS: S. Mat­zi­ol, PR Siegen-Freudenberg

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